fbpx
Diese 7 KüchenKünstlerInnen verraten, warum sie Instagram lieben - Rheinda | Kommunikationsagentur
21831
post-template-default,single,single-post,postid-21831,single-format-standard,cookies-not-set,ajax_fade,page_not_loaded,,select-child-theme-ver-1.0.0,select-theme-ver-4.6,vertical_menu_enabled,wpb-js-composer js-comp-ver-5.4.7,vc_responsive

Diese 7 KüchenKünstlerInnen verraten,
warum sie Instagram lieben

Unter dem Hashtag #food finden sich auf Instagram, der bildgewaltigen Social Media Plattform, derzeit weit mehr als 290 Millionen Postings (Stand 21. August 2018). Food-Fotografie gehört quasi zum guten Ton eines jeden Instagramers.

Aber nicht nur Food-Lover und Food-Blogger nutzen die Foto-Plattform, die sich seit der Einführung der Storie-Funktion und seit neuestem von IGTV (Instagrams Bewegtbild-Kanal) zum ernsthaften Konkurrenten für YouTube entwickelt. Weltweit erfreuen KöchInnen und Restaurants auf Instagram auf verführerische Weise ihre Gäste. Ich habe bei einigen KüchenkünstlerInnen nachgefragt, wie sie Instagram nutzen und welche Vorteile sie in Instagram sehen:

Julia Komp – Deutschlands jüngste Sterneköchin

Mein bevorzugter Kanal war in den letzten Jahren eigentlich Facebook. Dort habe ich mit Freunden aber auch mit Fans und Gästen interagiert. Auf Instagram braucht man coole Fotos – um sich ein gutes Profil aufzubauen, dachte ich. Daher war mein Instagram-Profil privat und sehr clean. Das hat sich in den letzten Monaten jedoch rasant verändert.
Ich bin bei Instagram als Person und Sterneköchin unterwegs. Die Suchfunktion nutze ich sehr gerne und lass mich besonders für Urlaube inspirieren. Mir hilft Instagram neue Ideen für Geschmackskombinationen oder fürs Anrichten zu entwickeln. Ich kopiere nichts, aber manchmal sehe ich ein Foto und schmecke direkt ein Gericht.

Cornelia Poletto – Sterneköchin & Kochbuchautorin

Für mich ist Instagram ein simples und vor allem schnelles Tool, um meinen Followern einen Einblick in meinen vielseitigen Alltag zu geben. Man kann quasi in Echtzeit mitverfolgen, wo ich bin und was ich tue – sei es bei einer TV-Show, beim Kochkurs oder auch mal im Urlaub. Viele dieser Momente möchte ich sehr gerne mit meinen Fans teilen und mit Instagram ist man hier total am Puls der Zeit. Ich finde es auch jedes Mal sehr spannend, was meine Follower kommentieren – so mancher kulinarischer Input hat mich durchaus auch schon inspiriert. Natürlich kann man Instagram noch viel intensiver und werblicher nutzen, für mich ist es allerdings ausschließlich ein privater Spaß.

 

https://www.instagram.com/corneliapoletto/

Cynthia Barcomi – Fernsehköchin und Unternehmerin

Ich nutze Instagram, weil es sehr spontan ist – in Echt-Zeit so zu sagen. Instagram finde ich noch persönlicher als Facebook, weil es um ein Moment geht anstatt eine längere Mitteilung. Mir geht es primär um die Interaktion bei Social Media. Mir macht es dort einfach Spaß.

Die Stories bei Instagram machen Spaß, weil die nach 24 Stunden verschwinden und oft bewegte Bilder enthalten. Das ermutigt eine Spontanität vom Benutzer und führt zu einer Interaktion mit den Followern. Ich habe das Gefühl, dass Instagram-Nutzer etwas junger sind als die von Facebook.

Dein ultimativer Tool-Tipp?  In meinem Profil achte ich darauf, dass alle Bilder quadratisch sind. Die sehen einfach besser, knackiger, fokussierter aus. Der „Cairo“-Filter bei Stories ist mein Lieblingsfilter – damit sieht einfach alles super aus!

Sophia Hoffmann – Köchin, Autorin, Bloggerin

Ich bin neben meiner Tätigkeit als Köchin und Autorin auch als Bloggerin/ Content Creatorin tätig, d.h. das Bespielen von Social Media wie Instagram ist Teil meiner beruflichen Tätigkeit. Ich bewerbe dort meine eigenen Themen, arbeite aber auch mit Unternehmen, NGO’s und anderen Kooperationspartnern. Instagram ist ein tolles Tool um eigen Inhalte zu verbreiten, sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und sich selbst Inspirationen zu holen. Man kann dort die eigene Marke schärfen und seine Follower direkt erreichen.

Was macht ihnen an Instagram Spaß?  Die Interaktion. Neben meiner aktiven Rolle bekomme ich dort in verschiedensten Bereichen Input sei es zu Gastro und Kulinarik, aber auch im Bereich, Kunst, Kultur, Lifestyle, Nachhaltigkeit und Politik.

Welche Rolle spielt Instagram bei der Kreation eines neuen Gerichts/Tellers?  Natürlich ist es mir wichtig gute Fotos zu produzieren, Qualität vor Quantität. Dazu gehört das Verwenden einer guten Kamera, Nachbearbeitung und Timing. Man sollte sich ruhig mal die Zeit nehmen zu sehen, wann Postings die meisten Klicks bekommen.

Ihr ultimativer Tool-Tipp? Neben hochwertigen, originellen Fotos sind auch gute, außergewöhnliche Captions (Bildunterschriften) essentiell wichtig sowie Hashtags und Verlinkungen. Ohne Hashtag läuft gar nichts 😉

Julian Karst – stellvertretender Küchenchef aus Köln

Instagram nutze ich hauptsächlich aus reinem Spaß und um informiert zu bleiben. Man sieht teilweise echt viele coole Dinge und kann sich dadurch oftmals auch inspirieren lassen.
Einen Benefit erhoffe ich mir persönlich nicht: In unserem Restaurant erhoffen wir uns natürlich die Aufmerksamkeit, mehr Gäste und auch Reichweite, um darzustellen was wir machen und was unsere Philosophie ist!
An Instagram gefällt mir, dass sich “Erinnerungen“ schafft – Irgendwie ist das ja schon ’ne Zeitreise, wenn man sich die älteren Bilder anschaut.
Als Küchenchef lass ich mich durch Instagram gerne inspirieren. Es ist ähnlich wie in einem Kochbuch oder einer Fachzeitschrift! blättern – nur halt schneller weil digital. Einen richtigen Tool-Tipp habe ich nicht: Ich nutze keine Tools – die meisten Fotos entstehen wirklich spontan oder ich bekomme die von Fotografen.

Seven Swans – vegetarisches Sternerestaurant

Wir nutzen für das „Seven Swans“ Restaurant Instagram, um mit unseren Gästen direkt zu interagieren, aber auch um zu zeigen, dass wir sehr nah am Produkt arbeiten. Wir mögen Stillleben unserer Gemüsesorten, die aus eigenem Anbau kommen; das fotografieren wir regelmäßig mit unserem Fotografen Simon Bolz und inszenieren unser Gemüse wie ein Topmodel, was Spaß macht und die Botschaft transportiert: Das gute Produkt steht über allem. Hintergrund: Wir haben unsere eigene Permakultur 30 km entfernt von Frankfurt (die Braumannswiesen) und bauen da unser Gemüse, Kräuter, Obst an, ohne Pestizide. Instagram ist ein wichtiges Tool, um das den Menschen zu zeigen. Gerne bauen wir in unsere Stories Eindrücke von den Braumannswiesen ein, Erntefotos, Spaß bei der Arbeit. Tellerfotos sind natürlich ebenso wichtig, dabei versuchen wir, keine steifen Fine-Dining-Teller von oben zu fotografieren, sondern gerne das ein oder andere Störelement (zum Beispiel Kleckereien neben den Tellern) einzubauen. Denn das ist das „Seven Swans“: mal perfektionistisch, mal plemplem. Tipp: Sich nicht selbst zu ernst, nehmen tut gut!

Daniel Gottschlich – Kölner Sternekoch

Warum nutzen Sie Instagram?
Ich nutze Instagram um die Freude und Leidenschaft zu vermitteln, die ich an meinem Beruf habe. Ich möchte, dass Essen für meine Gäste zum Erlebnis wird. Nicht nur auf dem Teller, sondern auch Drumherum. Die Einrichtung des Restaurants, der Umgang zwischen Gästen und
Servicepersonal und eben auch die Ansprache und das Miteinander in sozialen Medien. Über Instagram bekommen Leute nicht nur einen Eindruck da on, was sie bei uns Essen und Trinken können, sondern auch, wie die Atmosphäre ist. Darauf lege ich sowohl im Ox & Klee als auch im Bayleaf großen Wert.

Welchen Benefit erhoffen Sie sich von dem Insta-Account?
Soziale Netzwerke sind schon auch eine Art Außendarstellung und Eigenwerbung. Natürlich sollen die Gäste auch ins Restaurant kommen. Aber nicht „einfach“ nur, weil es ein Sternerestaurant ist, sondern weil Sie richtig Lust darauf haben, die Atmosphäre zu erleben, die wir im Rheinauhafen mit dem tollen Team und dem tollen Ambiente haben. Wir versuchen, einen Eindruck zu ermitteln, was die Leute bei uns erwartet. Wir haben ja in den unterschiedlichen Läden auch ein unterschiedliches Angebot. Im Ox&Klee gibt es zwei Arten von Menüs: Wochentags das Signature-Menü, das fest ist und bei dem die Gäste alle Gänge vorher wissen und das Experience Taste Menü, bei dem nur die Anzahl der Gänge gewähnt wird – der Rest ist Überraschung. Im Bayleaf haben wir das Food Pairing also die Begleitung mit abgestimmten Cocktails zu jedem Essen, das man bestellen kann und seit neuestem auch täglich wechselnde Mittagsgerichte, die wir dann in den Stories zeigen. Diese Unterschiede sollen auch durch die unterschiedliche Darstellung auf den Kanälen klarwerden. Das soee aber in beiden Fäeeen einerseits natürlich professioneee sein, aber andererseits auch die nötige Lockerheit rüberbringen. Sowohl das Bayeeaf aes auch das Ox & Klee haben den Anspruch, dass es richtig gutes und außergewöhnliches Essen gibt, ob als Mehrgang-Menü oder mit unseren Cocktail-Pairings. Aber es soll auch darüber hinaus einfach Spaß machen. Wir haben keinen Dresscode, die Leute können auch bei unseren Überraschungsmenüs einfach sagen, ob sie etwas nicht mögen oder aeeergischsindusw.DieStoriesundBiederaufInstagramsoeeendasaeees eranschaueichen und rüberbringen.

Was macht Ihnen an Instagram Spaß?
Ich mag es, die alltäglichen Abläufe im Team, aber auch die neuen Kreationen aus der Küche und wie sie entstehen, den Gästen näherzubringen. Auf dem Ox & Klee-Account wechseln wir zum Beispiel immer Bilder aus dem Restaurant, also von den Gerichten und den Tischen mit Bildern aus der Küche und vom Team. So bekommen die Gäste einen Eindruck von allen Faktoren, die zu einem gelungenen Erlebnis für sie beitragen. Außerdem gibt es viele, tolle, spaßige Funktonen zur Interaktion, sodass man auch auf einer fast schon freundschaftlichen Ebene zu den Gästen Kontakt hat. Einige unserer Gäste kommen immer wieder und berichten dann zum Teil selbst auf ihren Instagram-Kanälen über ihren Besuch. Ganz ohne Absprache oder Gegenleistung. Das ist eine tolle Anerkennung nicht nur für das Essen, sondern für das Gesamtpaket, das wir anbieten.

Welche Rolle spielt Instagram bei der Kreation eines neuen Gerichts/Tellers?
Bei vielen Aktionen oder neuen Gerichten teasern wir schon mal über Instagram etwas an oder zeigen, wie ein Gericht entsteht oder dann fertig auf dem Teller aussieht. Bei unseren Signature-Menüs und den Food Pairings posten wir alle Gänge auch mehrmals auf Instagram, damit die Leute sich einen Eindruck machen können, was sie bei uns essen. Und auch aus den Überraschungsmenüs zeigen wir immer mal wieder Gerichte. Wir machen hin und wieder Umfragen, welche Sachen den Leuten am besten gefallen oder was sie sich zu einem bestimmten Anlass wünschen. Dadurch können die Reaktionen aus den sozialen Netzwerken mit in die Kreationen in der Küche einfließen. Beispielsweise bei unserem Hummer Burger letztes Jahr, den wir nach einer eigentlich nur einmaligen Aktion dann für eine längere Zeit angeboten haben, weil so viele Leute begeistert auf die Bilder reagiert hatten.

Ihr ultimativer Tool-Tipp?
Für die Stories nutze ich eigentlich nur die originale Instagram-App. Es wird das gepostet, was spontan und wirklich geschieht. Da ist es am einfachsten, nur mit der Smartphone-Kamera dabei zu sein und den Leuten zu zeigen, was passiert. Für die Instagram-Kanäle bereiten wir Bilder vor, die wir dann alle paar Tage posten. Sowohl von den Gerichten als auch von der Arbeit in der Küche und im Service machen wir immer wieder auch professionelle Bieder. Die posten wir dann auf den Kanälen, damit sie auch Leute, die neu auf unseren Account kommen, noch ansehen können und ein einheitliches, stimmiges Bild von dem bekommen, was wir anbieten und was uns ausmacht.
Dazu ein passender Spruch und ein paar Hashtags, damit uns auch Leute finden, die uns vielleicht noch nicht folgen, aber sich für das Thema interessieren – zum Beispiel gibt es in Köln die Aktion #culinarycologne, weshalb wir natürlich auch das Hashtag verwenden, weil wir stolz darauf sind, Teil der Kölner Gastronomie zu sein und dabei natürlich gerne mitmachen. Das geht auch mit der App sehr schnell, wenn es gut vorbereitet ist. Hauptsache ist, dass bei aller Professionalität die Lockerheit und der Humor nicht verloren geht. Das gilt sowohl in der Küche und hinter der Bar, als eben auch in den sozialen Netzwerken. Es muss einfach ein authentisches Erlebnis sein. Auf dem Teller und Drumherum.

Ich bedanke mich bei allen InterviewpartnerInnen

ganz herzlich, die mir trotz ewig knapper Zeit in der Gastronomie

inspirierende Statements gegeben haben.
No Comments

Post a Comment